Erfolgreicher Start des Kontaktstudiums „Kirche in der Säkularität“

Mit dem Start des Sommersemesters 2026 hat das neue Kontaktstudium „Kirche in der Säkularität – Perspektiven christlichen Empowerments“ begonnen, welches das CES für Pfarrpersonen und weitere interessierte Menschen aus der kirchlichen Praxis anbietet. Fünf Personen haben sich auf den Weg gemacht und sind u. a. aus Westfalen und Thüringen nach Halle gekommen. „So wie es ist, geht es nicht weiter. Wir brauchen neue Perspektiven für die Gemeindearbeit“ – so und ähnlich begründeten die Kontaktstudierenden ihre Entscheidung für das Studiensemester am CES. Wir freuen uns auf den Austausch und das gemeinsame Arbeiten an Fragen eines christlichen Empowerments unter säkularen Bedingungen. Die Verbindung von theoretischen und praktischen Perspektiven verspricht anregende Wechselwirkungen. Neben einem Seminar werden verschiedene Exkursionen zu kirchlich-diakonischen Praxispartnern durchgeführt (bspw. Lutherhaus Jena und die Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung in Berlin).

Der nächste Jahrgang ist für das Sommersemester 2027 geplant. Weitere Informationen zum Kontaktstudium finden Sie hier.

MACHT-OHNMACHT-STARK: Tagungsrückblick

Um evangelische Kirchen als Minderheiten ging es bei der internationale Tagung MACHT-OHNMACHT-STARK. Am 13. Und 14. März kamen in der Theologischen Fakultät in Halle ca. 50 interessierte Menschen zusammen. Angeregt durch die Beiträge aus Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien sowie von Vertreter*innen der sorbisch-evangelischen Kirche in Deutschland wurde die gegenwärtige Situation der evangelischen Minderheiten wahrgenommen und gemeinsam über zentrale Fragen nachgedacht. Wie erhalten sie angesichts der Herausforderungen ihre Handlungsfähigkeit? Welche Rolle spielt die verwundete kollektive Identität für diese Kirchen? Worin liegt ihre Stärke? Neben spezifischen Unterschieden wurden auch die Gemeinsamkeiten zur Situation der evangelischen Kirchen in Mittelostdeutschland angesprochen, der Blick für das eigene das eigene Selbstbild geschärft und an weiterführenden Fragen gearbeitet.

Hier finden Sie den ausführlichen Tagungsbericht: Macht-Ohnmacht-Stark_Tagungsbericht

Forschung, die wirkt? – European Gathering in Halle

„How can our Research make an Impact on Church Development?“ Unter dieser Frage versammelten sich am 23. – 24. März 2026 ca. 30 Wissenschaftler:innen aus sieben Ländern. Im Rahmen von Workshops, Diskussionen und Kurzvorträgen tauschten sie sich darüber aus, wie das Ineinander akademischer Forschung und kirchlicher Praxis gedacht und gestaltet werden kann. Wer sind die Adressat:innen der Forschung und wie sind sie eingebunden? Hilft Storytelling dabei, Forschungsergebnisse eingängiger zu kommunizieren? Und welches Verständnis Praktischer Theologie liegt solchen Zugängen zu Grunde?

Die Vielfalt der nationalen Hintergründe und Forschungstraditionen sorgte für ein inspirierendes Miteinander und lässt auf ein erneutes Treffen im kommenden Jahr hoffen!

Zum Programm

MACHT ∙ OHNMACHT ∙ STARK: Fachtagung am 13. & 14. März 2026

Evangelisch sein – ohne gesellschaftliche Mehrheit, aber mit geistlicher Kraft: In Mittel- und Osteuropa leben evangelische Christen ihren Glauben nicht als Mehrheitskirche, sondern als kirchliche Minderheit. Ihre Erfahrungen im Umgang mit post-kommunistischer Transformation, gesellschaftlichem Wandel, Identitätsfragen, Populismus, Vertrauensverlust oder dem Verhältnis zu Staat und Gesellschaft sind herausfordernd – und inspirierend.

Diese Veranstaltung lädt alle ein, die Kirche weiterdenken wollen – ob ehrenamtlich oder hauptberuflich.

Weitere Informationen und Anmeldung hier.

Erfahrungsaustausch, Forschungseinblicke und Praxistipps: Impulstag zum freiwilligen Engagement ermutigt kirchliche Ehren- und Hauptamtliche

Erfahrungsaustausch, Forschungseinblicke und Praxistipps: Impulstag zum freiwilligen Engagement ermutigt kirchliche Ehren- und Hauptamtliche

Am 30. August kamen ca. 60 Ehrenamtliche und Hauptamtliche zusammen, um gemeinsam an Rahmenbedingungen für kirchliches Ehrenamt zu arbeiten. Wie können freiwillig Engagierte mit Freiraum, Eigenständigkeit und Freude ihre Gemeinden mitgestalten?

In Workshops wurde es praktisch, wenn es zum Beispiel um die Begleitung von Ehrenamtlichen durch regelmäßige Gespräche, um die digitale Organisation der Zusammenarbeit oder um eigenständige Gemeindeleitung ging. Auch das Thema „Freiräume schaffen durch Exnovation“ war vielen ein Bedürfnis.

Der Tag bot Impulse und Raum für Diskussionen und persönlichen Austausch. Viele kehrten ermutigt und inspiriert an ihre Orte zurück.

Impressionen

Annual Meeting of the International Consultation on Ecclesial Futures (ICEF) in Wellington/Südafrika zum Thema „Ecclesial Hospitality“

Vom 23. bis 27. Juni 2025 hat das jährliche Treffen des Netzwerkes International Consultation on Ecclesial Futures in Wellington/Südafrika stattgefunden. Es haben sich 15 Mitglieder aus Südafrika, den USA, Norwegen, Australien, Deutschland, Dänemark und England über das Thema „Ecclesial Hospitality“ ausgetauscht. Im Fokus standen thematische Aspekte wie Flucht, Migration und Integration, Eucharistie und Gastfreundschaft, digitale Gastfreundschaft sowie Gottes Mission und Gastfreundschaft. Angereichert wurden die Überlegungen durch die Perspektiven verschiedener Gäste aus Südafrika, die punktuell an der Tagung teilgenommen haben.

Hinsichtlich einer an Empowerment orientierten Praktischen Theologie war der Vortrag „Radical Ecclesial Hospitality as Justice: A Womanist Theological Praxis“ von Dr. Fundiswa Kobo, Professorin für Christian Spirituality, Church History and Missiology an der University of South Africa (Pretoria) spannend. Sie hat unter anderem von der gelebten Theologie sog. ‚kitchen girls‘ berichtet und beschrieben wie zahlreiche Generationen von Black people an den Küchentischen ihrer Großmütter und Mütter eine tiefe theologisch-geistliche Prägung erhalten haben. Diese Prägung wurde u. a. als Empowerment für den Kampf um Gerechtigkeit und Teilhabe und gegen Rassismus und Ausgrenzung beschrieben.

Vom Center for Empowerment Studies der Universität Halle-Wittenberg haben Dr. Hanna Kauhaus und Dr. Felix Eiffler an der Tagung teilgenommen. Dr. Eiffler hat einen Vortrag zum Thema „Is the ecumenical rite of passage for the coming of age ‚Feier der Lebenswende‘ in East Germany a variant of Ecclesial Hospitality?“ gehalten. Darin hat er die Hallesche Feier der Lebenswende dreifach perspektiviert: a) mit der Figur der Kommunikation des Evangeliums, b) mit den Five Marks of Mission der Anglikanischen Gemeinschaft und c) mit der Beschreibung von Hospitality als „A Place at the Table“ (Miranda Harris/Jo Swinney) als Teilen von Leben in all seinen Höhen und Tiefen.

Abschied von Dr. Georg Bucher

Nach vielen Jahren intensiven Engagements und großartiger Mitarbeit am Lehrstuhl für Religionspädagogik, an der Forschungsstelle für Religiöse Kommunikations- und Lernprozesse sowie am Center for Empowerment Studies verabschieden wir Dr. Georg Bucher. Georg Bucher wird künftig als Juniorprofessor für Evangelische Religionspädagogik an der Universität Bielefeld tätig sein. Wir danken ihm herzlich für seine vielfältige Arbeit, seine fachliche Leidenschaft und seine gewinnende Menschlichkeit. Wir wünschen ihm Gottes Segen und gutes Gelingen für seine neue Aufgabe.

Konventsreise ins CES

Im Rahmen einer Konventsreise zum Thema „kirchliche Arbeit im säkularen Umfeld“ konnten wir am 02.04.2025 mit 25 Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Diakoninnen aus dem Kirchenbezirk Emmendingen im Breisgau die Arbeit am CES kennenlernen. 

Prof. Domsgen und die Mitarbeitenden der drei Forschungsbereiche haben sich den ganzen Vormittag für uns Zeit genommen und uns gute Anregungen zur Reflexion der eigenen Arbeit mit auf den Weg gegeben.

Eindrücklich waren die Gastfreundschaft und die Produktivität des Instituts,
für uns eine echte Ermutigung, besonders angesichts des stark entchristlichten
Umfeldes in Halle. 

Vielen Dank an Prof. Domsgen und sein Team.

Gemeinde gestalten – Last oder Lust für Freiwillige?

Am 30. August 2025 findet in Halle (Saale) ein Impulstag für Haupt- und Ehrenamtliche statt. Herzliche Einladung dazu!

Gemeinde lebt vom Engagement unterschiedlicher Menschen – im Kirchenvorstand, beim Gemeindefest, bei vielen Gruppen, Aktionen und in treuen Diensten. Die Erfahrungen dabei sind unterschiedlich: Manche schwärmen von Gemeinschaft und sinnvollem Einsatz, andere fühlen sich überfordert mit immer mehr Erwartungen. Wie kann es gelingen, dass sich Freiwillige mit Lust und Inspiration engagieren? Wie können sie Gestaltungsfreiheit und Unterstützung bekommen für das, was ihnen am Herzen liegt? Wie können sie Neues ausprobieren und eigene Ideen einbringen, statt auf bestehende Aufgaben festgelegt zu sein? Und was hilft, um eingefahrene Strukturen aufzubrechen und Platz zu schaffen für die neuen Ideen?

Der Impulstag lädt dazu ein, von ermutigenden Beispielen zu hören, aktuellen Herausforderungen ins Auge zu sehen und Ansatzpunkte zu erkunden, um Gemeinde gemeinsam zu gestalten und Engagement mit Freiraum zu fördern.

Zielgruppe: Alle freiwillig Engagierten in Kirchengemeinden und Erprobungsräumen, Pfarrer*innen und Gemeindepädagog*innen, alle an Gemeindeentwicklung Interessierten

Zeit und Ort: 30. August 2025 in Halle (Saale)

Veranstalter: Center for Empowerment Studies, Forschungsstelle KÖW (Kirchen- und Gemeindetheorie. Ökumene und Wissenstransfer im weltweiten lutherischen Kontext), Theologische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Hier geht’s zu Programm und Anmeldung